Gartenhaus-Überblick

Der Zweck

Zu unterscheiden sind Gartenhäuser hinsichtlich ihres Zwecks: Die einen sind ausschließlich für Gartengeräte, Fahrräder, Spielzeug und Sportgeräte gedacht; in anderen stehen Esstische und Stühle, an denen bei schlechtem Wetter innen, ansonsten gern auf einer vorgelagerten Terrasse gegessen wird. Solche Häuser werden beispielsweise für Grillabende und Feste genutzt. Andere Gartenhäuser dienen als Saunahütte. Alle Modelle sind zu unterscheiden von Gewächshäusern und Pavillons.

Die Formen

Unterschiedliche Ausformungen finden wir bei einem Gartenhaus aus Holz ebenso wie bei einem Gartenhaus aus Metall oder Kunststoff. Die Wahl von Spitz- oder Flachdach ist eine Geschmacksfrage oder hängt auch von dem bevorzugten Stellplatz ab. Es werden Modelle mit und ohne Fenster, kleine wie große Häuser, solche mit überdachter oder ohne Terrasse angeboten. Sogar Dachterrasse stehen zur Auswahl.
Selten sind gerundete Kanten, häufiger eckige Formen; ebenso finden sich unterschiedliche Tür- und Fenstervarianten. Ein Metallgartenhaus oder ein Gartenhaus aus Kunststoff zeigt sich eher kantig; Holz kann dagegen in Form runder Bohlen (Blockhaus) oder flacher Bretter verbaut werden. Dies wirkt sich jeweils auf Optik und Haptik aus.

Die Farben

Ein Gartenhaus aus Kunststoff kann ebenso wie ein Gartenhaus aus Metall jede Farbe zeigen. Gern werden Grün-, Dunkelrot- und Naturtöne gewählt, auch Grau und Weiß sind beliebt. Ein Holzhaus tritt zwar auch gelegentlich farbig auf, doch wird meist der natürliche Farbton bevorzugt. Helle oder dunkle Varianten entstehen unter anderem durch verschiedenartige Holzsorten.

Materialvorteile

Holz

Holz ist ein begehrter Naturrohstoff. Es fügt sich mit seiner warmen Atmosphäre harmonisch in die Gartenumgebung ein. Die stabile Optik verspricht Sicherheit und Wetterfestigkeit. Da Holz atmet, sorgt es für ein gutes Raumklima: im Sommer nicht zu heiß, im Winter nicht zu kalt. Das Material wird durch Lasuren und Lacke wetterfest präpariert. Die unterschiedliche Holzmaserung kann bei einem Farbanstrich erhalten bleiben. So ist jedes Gartenhaus ein Unikat mit besonderem Charakter.
Zu den Gartengerätehäusern aus Holz

Zu den Gartenhäusern aus Holz
Zu den Spielhäusern aus Holz

Metall

Metall ist aufgrund seiner Stabilität beliebt, auch setzt es keinen Schimmel an. Ein Gartenhaus Metall wird wetterfest präpariert, damit es nicht rostet. Metallgartenhäuser bieten für die darin gelagerten Objekte eine gute Sicherheit. Wie bei allen Gartenhäusern sollten Schloss und Riegel vorhanden sein. Außerdem lassen sich metallische Roll- und Schiebetüren einbauen.
Zu den Gartengerätehäusern aus Metall

Kunststoff

Hochwertiger Kunststoff ist fast unverwüstlich, einfach abzuwischen und kommt mit den unterschiedlichsten Wetterverhältnissen aus. Ein Gartenhaus aus Kunststoff wird in vielen Farben angeboten. Es ist vergleichsweise leicht. Kunststofftüren lassen sich ähnlich wie Metalltüren falten, schieben und aufrollen.
Zu den Gartengerätehäusern aus Kunststoff
Zu den Gartenhäusern aus Kunststoff
Zu den Spielhäusern aus Kunststoff

Materialnachteile

Holz

Als Naturstoff verrottet Holz eines Tages; auch wird es von Pilzen und Bakterien besiedelt. Dies alles wird durch Unterbauten gegen Schmutz und Nässe sowie durch Lackierungen und Schutzmittel verhindert. Sie müssen allerdings immer wieder aufgetragen und nachgebessert werden, daher ist ein hölzernes Gartenhaus am aufwendigsten zu pflegen. Ein Gartenhaus aus Holz ohne metallische oder Kunststoffelemente, wie sie für Scharniere, Riegel und anderes verwendet werden, ist kaum zu finden. Rolltore lassen sich bei Holz schwer finden, dagegen sind faltbare Schiebetüren denkbar.

Metall

Metall rostet. Dies wird durch eine besondere Verarbeitung und Beschichtung verhindert. Wo im Laufe der Zeit etwas abplatzt, stellen sich bald Rostflecken ein. Metall macht außerdem mehr Lärm, beispielsweise beim Öffnen und Schließen der Türen. Auch starker Regen und Hagel sorgen für viel Lärm. Weiterhin dämmt Metall nicht. Dafür leitet es Wärme: Im Sommer sollten also nur gegen Hitze unempfindliche Objekte in dem Gartenhaus gelagert werden. In einfachem Grau sticht ein Metallhaus aus den natürlichen, bunten Gartenfarben heraus und wird daher lieber an einer verdeckten Stelle aufgestellt. Metall kann sich im Sommer verziehen - die Türen klemmen - und im Winter vereisen. Zum besseren Schutz sollte ein Metallhaus auf einer beständigen Unterlage und nicht direkt auf nassen Unterflächen (Rasen, Naturwege) stehen.

Kunststoff

Einfache Kunststoffe können nach längerem Gebrauch undicht werden. Das spröde Material kann reißen. Wird beispielsweise eine ältere, verkantete Tür mit Gewalt gezogen oder gedrückt, bekommt sie Risse oder Löcher. Eine einfache Kunststoffkonstruktion besitzt keine optimale Isolierung für hitze- und kälteempfindliche Gegenstände im Gartenhaus. Im Sommer wird es hier eventuell recht warm. Auch bleichen die Farben auf Kunststoffhäusern nach einigen Jahren aus.

Fazit

Die meisten Gartenhäuser aus Metall und Kunststoff werden nur als Gerätehäuser genutzt. Holz dagegen wird bevorzugt, wenn das Haus (auch) als Aufenthaltsraum dienen soll.
Die Preisunterschiede sind innerhalb der hier genannten Materialkategorien sehr groß: je aufwendiger die Gestaltung und je besser das Material, umso höher die Kosten. Da es Modelle vom einfachen Kompakthaus bis zu Mini-Wohnhäusern gibt, reicht die Preisspanne aller Gartenhäuser von einigen Hundert Euro bis zu vierstelligen Summen. Im Vergleich gleichwertiger Modelle ist jedoch tendenziell ein Gartenhaus aus Holz am teuersten.